Von der Natur auf den Teller

Dezember 2012

Wer freut sich nicht Jahr für Jahr auf den Frühling? Endlich wieder Sonne, Freibad, Eis essen, lange Tage, warmes Wetter. Auch die MINT-Gruppe unter Leitung von Frau Marschall-Osterrieder sehnt sich von nun an jedes Jahr nach der Blütezeit. Doch das Wetter ist bei uns dieses Mal nur noch Nebensache. Denn wir haben im letzten Schuljahr viele Erfahrungen in dem Wahlfach MINT vor allem mit einem Gewinnspiel gemacht. Frühling ist Kräuterzeit und auf was wir uns wirklich freuen: Wildkräutersalat!!!

Gut, dieses Wort hat jetzt wohl keinen vom Hocker gerissen oder wird wahrscheinlich nicht jedermanns erste Wahl im Restaurant sein, ist es doch auch so, dass es nicht jedermanns Lieblingsessen ist. Und wenn jemand die Kräuter im Garten hat, haben die wenigsten eine Ahnung, was da eigentlich genau alles wächst und was man davon essen kann. Doch die MINTGruppe hatte es nicht schwer: Wildkräuter? Ein Fall für den St. Anna Kräutergarten!

Das Konzept des Gewinnspiels war ganz einfach: „Von der Natur auf den Teller!“ Wir hatten die Aufgabe, einen Film darüber zu drehen, wie „lecker“ Natur doch sein kann. Und da wir alle sehr kreativ sind, haben wir unserem Film gleich den Namen des Konzepts gegeben. Anfangs hielt sich die Begeisterung über das Thema bei allen Mitstreiterinnen in Maßen. „Wir sollen also wirklich Girsch essen?“ Doch Pessimismus lässt sich vertreiben. Ausgerüstet mit einer (nicht ganz funktionierenden) Kamera sowie einem selbst geschriebenen Drehbuch machten wir uns auf den Weg, einen Film zu drehen. Niemand hätte gedacht, dass wir mit einem kleinen Film so viele Erfahrungen sammeln können. Über Wildkräuter & Co. sind wir mittlerweile bestens informiert. Auch der Humor kam nicht zu kurz. Ein Bauarbeiter ganz in der Nähe machte sich z.B. einen Spaß daraus, seinen Presslufthammer immer genau dann einzuschalten, wenn jemand aus der Regie „Kamera ab!“ rief... Die Kulisse unseres Filmes war eine kleine Bank im Kräutergarten der MRS St. Anna. Dort reihten die zwei Hauptdarstellerinnen verschiedene frisch gepflückte Kräuter auf und erklärten kurz das Wichtigste, das man über Gänseblümchen und Co. wissen sollte. Es gibt auch Szenen vom Pflücken der Kräuter sowie von der Zubereitung des Salates. Gekrönt wird die fünfminütige Dokumentation von einem „Hmm, wie lecker!“ und drei Darstellerinnen, die den Salat essen. Fast in jeder Szene wird im Hintergrund ein Presslufthammerkonzert abgespielt
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Die Meisten MINT-Schülerinnen, die zum ersten Mal Wildkräutersalat aßen, waren positiv überrascht und davon begeistert, im nächsten Frühling wieder Kräuter zu sammeln und mit der MINT-Gruppe noch einmal einen leckeren Salat zuzubereiten. Denn unser Fazit ist: Die Natur ist etwas Gutes – vor allem hat sie Geschmack!


Marlena Haag, Anna-Lena Handreck, 9 A