Weimarfahrt im Regen

Die Eisheiligen haben uns heuer voll erwischt und drei Tage Dauerregen begleiteten uns auf unserer Geschichtsfahrt nach Weimar und Erfurt.

Nach dem Motto "Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung" versuchten wir das Beste daraus zu machen und genossen viele schöne, aber auch lehrreiche Momente. 

Unsere erste Station war die Wartburg in Eisenach, in der seinerzeit Martin Luther Unterschlupf fand und in nur 11 Tagen den Großteil der Bibel ins Deutsche übersetzte. Aber auch von der Hl. Elisabeth wurde erzählt, die sehr viel früher in der langen Geschichte dieser Burg dorthin verheiratet wurde. Nach ihr sind heute viele Hospize benannt, da sie sich nach dem frühen Tod ihres Ehemannes trotz ihres hohen gesellschaftlichen Standes um die Armen und Kranken gekümmert hat. Ein ganzer Raum mit Mosaiken erzählt von der tragischen Geschichte dieser Adligen.

Mit vielen Eindrücken im Gepäck kehrten wir im Hotel in Weimar ein, wo wir bei einem leckeren Essen den Abend ausklingen ließen.

Den nächsten Tag starteten wir mit einem Gang durch das KZ Buchenwald. Dort konnten die Schülerinnen quasi hautnah erleben, welche Gräueltaten den Juden und sogenannten "Volksschädlingen" von den Nazis angetan wurden.
Sehr viel angenehmer war da die Führung durch das Weimar Haus am Nachmittag, in dem man in liebevoll inszenierten Räumen durch die Geschichte der Stadt bis zur Weimarer Klassik geführt wurde. Der Abschluss des offiziellen Programms war eine Rallye durch die Stadt, in der die Mädchen anhand kleiner Rätsel zu geschichtsträchtigen Orten geführt wurden. Das Highlight des Tages dürfte für viele allerdings der Besuch des hoteleigenen Swimmingpools gewesen sein. Dort tobten sich die Mädels nochmal richtig aus und hatten einen Riesenspaß. Dementsprechend ruhig verlief - sehr zur Freude der Lehrkräfte - die Nacht.

Der Abschluss unserer Fahrt war eine Führung durch die wunderschöne Stadt Erfurt. Die berühmte Krämerbrücke und Figuren aus dem Kika-Fernsehen durften hierbei nicht fehlen. Interessant waren aber auch die Brauereien, in denen damals dank des Bierkonsums viel Urin anfiel, der zur Herstellung des teuren Farbstoffes "Erfurter Blau" benötigt wurde. Man kann sich nun wohl denken, woher der Begriff "stinkreich" stammt.

Pünktlich zum Ende unserer Fahrt hörte der Regen auf und wir verließen Erfurt bei Sonnenschein. Wohlbehalten und gut gelaunt kamen wir pünktlich in Riedenburg an.